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Schule ohne Plan?

Wie viele Schüler werden für die verschiedenen Schulformen erwartet? Gibt es langfristig ausreichend Plätze für die Kinder und Jugendlichen in den Schulen? Welche Veränderungen der Offenbacher Schullandschaft sind geplant? Wie sollen sich die schulpolitischen Konzeptionen in praktischen Baumaßnahmen widerspiegeln?

Dies ist nur ein Bruchteil der relevanten Fragen zur Offenbacher Schulentwicklung. Die entsprechenden Antworten sind neben der Verwaltung für vielschichtige Zielgruppen von erheblichem Interesse: Schulleitungen, Lehrkräfte, Eltern, Schüler sowie alle am Bildungsprozess Beteiligten. Das zusammenfassende Werk dieser Antworten ist der Schulentwicklungsplan, der neben Prognosen des erwarteten Schulbedarfs auch die geplanten Baumaßnahmen und konzeptionelle Hintergründe des Bildungsangebotes enthält.

Nur leider existiert für Offenbach kein aktueller Schulentwicklungsplan. Mit dem Schuljahr 2022/2023 endet der Betrachtungszeitraum. Aus diesem Grund hatte die CDU-Fraktion bereits im Jahr 2022 mit einem Antrag die Aktualisierung des Schulentwicklungsplans gefordert. Dieser Antrag wurde durch die Koalition aus SPD, Grüne und FDP im Stadtparlament abgelehnt.

Mit diesem Zustand gibt sich die CDU-Fraktion nicht zufrieden und hat für die kommende Stadtverordnetenversammlung ihre Forderung nach einer Aktualisierung erneuert:

PIO: Politisches Informationssystem Offenbach 2021-26/DS-I(A)0726 Schulentwicklungsplan aktualisieren

Hierzu erklärt Kim-Sarah Speer, direkt gewählte Landtagsabgeordnete und Stadtverordnete in Offenbach: „Ein solches Dokument stellt nicht nur eine planerische Notwendigkeit, sondern das Herzstück einer zukunftsorientierten und effektiven Schulpolitik dar. Das Fehlen eines aktuellen Schulentwicklungsplans ist ein Umstand, den wir nicht länger hinnehmen können, wenn wir die Bildung unserer Kinder und die Zukunft unserer Stadt ernst nehmen.“

Die Existenz von Prognosen und Schätzungen der Schülerzahlen sowie von konzeptionellen Überlegungen zur zukünftigen Schullandschaft möchte die CDU Fraktion nicht anzweifeln. Nur die ausschließliche Dokumentation beim Schulträger Stadt Offenbach erachten die Christdemokraten als absolut nicht ausreichend. Auch interne Berichte genügen den Anforderungen nicht, da die Transparenz und Zugänglichkeit für die genannten Zielgruppen fehlt.

 „Ein fortgeschriebener Schulentwicklungsplan ermöglicht uns, frühzeitig auf Veränderungen zu reagieren. Er hilft uns, Kapazitäten besser zu planen, Schulbauten strategisch zu modernisieren und pädagogische Konzepte weiterzuentwickeln. Zudem schafft er Transparenz und Vertrauen. Im Sinne einer nachhaltigen Schulpolitik erwartet die CDU Fraktion die aktualisierte Vorlage des Schulentwicklungsplans durch den Magistrat in absehbarer Zeit“, so Kim-Sarah Speer abschließend.