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12.06.2015 11:50

CDU lehnt Magistratsvorlage zum Umbau Marktplatz erneut ab

Fraktionsvorsitzender Peter Freier: Verkehrsführung unbrauchbar, Anliegerbelastung unzumutbar


Als „unbrauchbar“ und „schädlich für Offenbach“ hat die CDU-Fraktion die vom Magistrat vorgestellte geplante Verkehrsführung im Zuge des geplanten Marktplatzumbaus bewertet. „Die vorgelegten Planungen bringen keineswegs die vom Magistrat bekundeten Verbesserungen. Sie sind gekennzeichnet vom Feindbild Autoverkehr, führen zu massiven Behinderungen, verschlechtern die Erreichbarkeit der Innenstadt für die südlichen Stadtteile, führen in einzelnen Straßen zu deutlich höherer Verkehrsbelastung und werden erhebliche negative Auswirkungen auf den Einzelhandel, den Wochenmarkt und auch die Gastronomie am Wilhelmsplatz selbst haben“, fasste CDU-Fraktionsvorsitzender Peter Freier die Ergebnisse der Prüfung der Unterlagen und Pläne zusammen. Er kündigte an, dass seine Fraktion auch die aktuell vorgelegten Planungen in der Stadtverordnetenversammlung ablehnen wird.

Die CDU-Fraktion und insbesondere ihr Arbeitskreis UmweltPlanen Bauen unter Leitung von Roland Walter haben sich seit längerer Zeit eingehend mit den Planungen des Magistrats befasst. Die Fraktion hat hierzu ein Positionspapier erarbeitet (dieser Pressemitteilung angefügt), in welchem die Kritikpunkte dezidiert aufgeführt werden. „Wir haben uns hierbei nur an den Fakten orientiert, die in der Magistratsvorlage und ihren Anlagen enthalten sind“, so Freier.

Die „besondere Qualität“ der Planungen lässt sich beispielsweise daran erkennen, dass Autofahrer aus Richtung Süden, also beispielsweise Bieber-West, Tempelsee, Lauterborn oder Rosenhöhe, mit Fahrziel Marktplatz/Wilhelmsplatz künftig weite Umwege fahren müssen. „Das bedeutet mehr Benzinverbrauch, mehr Abgase und mehr Verkehrslärm. Auf die Erklärung des Magistrats, wie das mit den propagierten Umweltzielen wie Verringerung CO2-Ausstoß, Verringerung Feinstaub, Verringerung Verkehrslärm vereinbar sein soll, ist sicher nicht nur die CDU-Fraktion gespannt. Oder spielt das plötzlich keine Rolle mehr, nur weil es nicht in den Kram passt“, fragt der CDU-Fraktionsvorsitzende.

Freier machte zugleich deutlich, dass sich die Ablehnung der CDU-Fraktion dezidiert auf die vorgelegten Pläne von Magistrat und Koalition bezieht. „Einer Verschönerung des Marktplatzes und seines Umfeldes verbunden mit einer Erhöhung der Aufenthaltsqualität stehen wir grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber. Realistische Vorschläge hierzu würden wir begrüßen. Dabei fordern wir aber Magistrat und die ihn tragende Koalition auf, ihre ideologischen Scheuklappen abzulegen und die Interessen aller Verkehrsteilnehmer, Anwohner, Einzelhändler, Marktbeschicker und Gastronomen angemessen und gleichberechtigt zu berücksichtigen. Was bisher vorliegt, erfüllt diese Bedingungen in keiner Weise. Es ist vielmehr der Ausdruck von Überheblichkeit und der Versuch, eine Idee ohne Rücksicht auf die Folgen für die Stadt realisieren zu wollen“, betonte Peter Freier abschließend.

 

 

 

Kritikpunkte der CDU Fraktion zu Magistratsplänen „Umbau Marktplatz“ (Vorlage: I (A) 0718

   1. Abtrennung des Offenbacher Südens von der Innenstadt

 

·        Mangelnde Erreichbarkeit Innenstadt von den südlichen Stadtteilen

 

·        Schädlich für Einzelhandel, der sowieso in schwieriger Situation ist

 

·        Kilometerlange Umwege notwendig (bsp. Waldstraße-Bismarckstraße-Kaiserstraße-Berliner Straße-Marktplatz-Bieberer Straße-W-Platz)

 

·        Hierdurch bedingtes erhöhtes Verkehrsaufkommen widerspricht allen Bemühungen der Stadt zu Abgas- und Lärmreduzierung

 

·        Dauerstau in Geleitsstraße und Bleichstraße zu erwarten, da Verkehrszahlen höher sein werden, als es die politische Prognose (2.600 Fahrzeuge/Tag) suggeriert

 

 

2. Verkehrsbelastung Wilhelmsplatz

 

·        Zusatzverkehr in westlicher Straße Wilhelmsplatz in südlicher Richtung durch abfließenden Verkehr vom Marktplatz

 

·        Höhere Verkehrsbelastung in der Wilhelmstraße

 

·        Verkehrsbelastung wird in Realität höher sein, als es die politisch geschönte Prognose suggeriert

 

·        Höheres Verkehrsaufkommen in westlicher Straße Wilhelmsplatz mindert die Aufenthaltsqualität für Gastronomie im Außenbereich, z. B. Villa Vinum, Taverna, Brasserie, Fleischeslust

 

 

3. Verschlechterung für Marktbeschicker

 

·        Künftig keine Anfahrt von Süden mehr möglich

 

·        Künftig keine Ausfahrt zur Bieberer Straße Richtung Norden/Osten mehr möglich

 

·        Abwicklung des Beschickerverkehrs nur über Bleichstraße, Wilhelmstraße oder Karlstraße

 

·        Ausfahrten vom Wilhelmsplatz sind baulich nicht auf südliche Ausfahrt eingerichtet (zu enger Radius – Kollission mit Gastronomie, bsp. Tafelspitz)

 

 

4. Anliegerbeiträge bedrohen Einzelhandel

 

·        Anliegerbeiträge Marktplatz € 901.614 verteilt auf 8 Flurstücke, nicht herangezogen werden u.a. Kleider-Frei, Koffer-Roth, Rewe

 

·        Anliegerbeiträge Bieberer Straße € 580.931 verteilt auf 19 Flurstücke

 

·        Anliegerbeiträge Salzgäßchen/Kleiner Biergrund € 145.530 verteilt auf 15 Flurstücke

 

·        Salzgäßchen und Kleiner Biergrund müssen nicht erneut umgebaut werden!

 

 

 


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