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15.06.2015 10:23

Teure Hafenschule wird die Raumprobleme nicht lösen

Peter Freier fürchtet weitere Engpässe an Grundschulen


„Dieser Neubau allein wird nicht ausreichen, um die Innenstadtschulen angesichts der vielen neuen ersten Klassen zu entlasten“ prognostiziert Peter Freier angesichts der bevorstehenden Grundsteinlegung für die insgesamt 31,8 Millionen Euro teure Hafenschule. Weiterer Raumbedarf an innerstädtischen Schulen zeichne sich schon ab.

Peter Freier verweist auf die Zahlen der 7. Fortschreibung des Schulentwick-lungsplans 2013, vorgestellt im Juni 2014. Danach erwarten die Ämter Grundschuljahrgänge, „die auf hohem Niveau verharren“. So plant die Goetheschule im angrenzenden Nordend fürs kommende Schuljahr acht-, ein Jahr später bereits neunzügig. „Der Neubau der Hafenschule ist wegen des knappen Grundstücks viel zu klein und die Kapazität der Schule wird schon bei der Eröffnung erschöpft sein. Mangels Grundstücksgröße kann die Schule nicht expandieren. Das weiß man auch im Schuldezernat“, beklagt der CDU-Fraktionsvorsitzende. Auch für die vorschulische Betreuung würden in Zukunft neue Plätze benötigt, weshalb die angeschlossene Kindertagesstätte auch schnell an ihre Grenzen stoßen werde.

Die Hafenschule, als Prestigeprojekt Offenbacher Schulbaus vom OB und der Koalition gepriesen, habe sich schon von Anfang an als teure Fehlplanung erwiesen. Schon das Grundstück sei mit 5,7 Millionen Euro viel zu teuer, und für den Bedarf zu klein konzipiert worden. Wegen der exorbitanten Kosten habe der Regierungspräsident eine Neuplanung veranlassen müssen, wodurch die geplante Tiefgarage entfallen sei und Abstriche bei den übertriebenen Energiestandards erfolgten. „Diese Fehler kosten die Stadt Offenbach zusätzlich eine Million Euro, da nunmehr die Errichtung der Hafenschule zwei Jahre zu spät erfolgt und eine 1 Million Euro teure Containerlösung für die Zwischenzeit gefunden werden musste, weil 100 Kinder nicht rechtzeitig in die Hafenschule eingeschult werden konnten“ kritisiert Peter Freier.

„Der Bau einer Grundschule samt zwei Turnhallen und einer Kindertagesstätte im alten Offenbacher Hafen wird den Druck, etwa auf die überlastete Goetheschule, nicht verringern“ weiß Peter Freier. Dies habe sogar die Sprecherin der GRÜNEN in der Stadtverordnetenversammlung anlässlich der Diskussion zum Grundsatzbeschluss zugeben müssen. Wegen weiterer Neubauten in der Stadt, wie etwa dem Luisenhof, drohe wegen des Zuzugs von Neubürgern mit Kindern bei den zuständigen Grundschulen schon jetzt Raumnot.

Durch den Bau der Hafenschule profitierten zwar die Kinder des Nordend derzeit zu 90 Prozent, aber die Schule sei grundsätzlich für die neu zuziehende Bevölkerung im Hafen konzipiert. Der Magistrat müsse sich daher darauf einstellen, die dringenden Raumprobleme der Goetheschule schnellstmöglich zu lösen, verlangt Peter Freier.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende macht noch auf eine besondere Offenbacher Herausforderung aufmerksam, die sprachlichen Hürden vieler Neuan-kömmlinge. Dies spiegele sich im aktuellen Schulentwicklungsplan wider; so verzeichnete das Stadtschulamt seit dem Schuljahr 2011/12 einen massiven Zuzug von schulpflichtigen Kindern, die kein oder kaum Deutsch sprechen und die in Einzelfällen noch nicht einmal alphabetisiert sind. „Viele der Zuzüge stammen aus Griechenland, Portugal, Spanien, Italien, aber auch Bulgarien und Rumänien“, sagt Freier. Insgesamt handelte es sich um 224 Schülerinnen und Schüler, die zusätzlich beschult werden müssten. Auch hierfür werde zusätzlicher Schulraum benötigt. Der Magistrat dürfe sich daher bei der bevorstehenden Grundsteinlegung der Hafenschule nicht selber feiern, sondern müsse Auskunft darüber geben, wie er die Kapazitätsprobleme der Offenbacher Grundschulen zu beseitigen gedenkt, so Peter Freier abschließend.


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